THEURL investiert in dritten Werksstandort

Das Tiroler Familienunternehmen THEURL, heute in der dritten Generation geführt, gehört in der Zwischenzeit zu den modernsten Holzindustrien Europas. Mit 220 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von ca. 90 Mio. Euro ist THEURL eines der wenigen Osttiroler Großunternehmen. Die Unternehmerfamilie folgt hierbei ganz klar einer Vision, jeden Teil des Stammes zu einem hochwertigen Holzprodukt im Unternehmen zu veredeln.

Die Bodenständigkeit zu bewahren und ein sorgsamer Umgang mit dem Rohstoff Holz gelten als zentrale Leitlinien. Derzeit führen Hannes und Stefan Theurl die Geschäfte, in den kommenden Jahren wird die 4. Generation ihre Tätigkeit im Unternehmen aufnehmen.

Erzeugt wird eine breite Palette an Schnittholz-, Hobelware- und Brettschichtholzprodukten in höchster Qualität. Im eigenen CNC-Abbundzentrum werden montagefertige Bausätze hergestellt.

In der 86-jährigen Firmengeschichte wurde Innovation stets großgeschrieben. Seit der Jahrtausendwende konnten in die Absicherung der bestehenden Geschäftsfelder nahezu 100 Mio. Euro investiert werden.

Nachdem an den zwei bestehenden Standorten in Assling keine wesentlichen Erweiterungen mehr möglich sind, ist der nächste Schritt der Unternehmensentwicklung der Aufbau der Produktgruppe CLTplus an einem neuen Betriebsstandort.

CLTplus (Brettsperrholz) ist ein Holzbauprodukt für tragende Anwendungen und besteht aus mindestens drei kreuzweise verleimten Brettlagen aus Nadelschnittholz. Durch die hohe Vorfertigung und einfache Montage erfüllt CLTplus die Anforderungen an Baustoffe des 21. Jahrhunderts. Der nachhaltige Rohstoff Holz sowie die Energieeffizienz eines Brettsperrholzgebäudes symbolisieren den gegenwärtigen Lebensstil. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein werden dabei in den Vordergrund gerückt.

THEURL ist als traditionelles, österreichisches Familienunternehmen bestrebt, das neue Werk im Inland, möglichst in der Nähe der bestehenden Standorte, zu realisieren. Aufgrund der gestellten Anforderungen boten sich nur wenige Alternativen für eine Betriebsansiedelung. In der Gemeinde Steinfeld a. d. Drau konnte eine entsprechende Fläche im Ausmaß von 12,5 ha gefunden werden. Die Grundstücke liegen neben bestehenden Gewerbeflächen und werden derzeit landwirtschaftlich genutzt.

Im Bezirk Lienz wurden über einen längeren Zeitraum verschiedene Standorte auf ihre Realisierbarkeit geprüft. Notwendige, teils kostenintensive Ausgleichsmaßnahmen und eine Verzögerung des Baustarts standen im Raum. Trotz intensiver Bemühungen konnten keine positiven Genehmigungsvoraussetzungen innerhalb des Projektzeitplanes geschaffen werden.

Sowohl logistische Vorteile aufgrund der Nähe zu internationalen Verkehrswegen, als auch das größere Einzugsgebiet für die Besetzung der im Erstausbau neu entstehenden 100 Arbeitsplätze, waren weitere Entscheidungskriterien.

Der Spatenstich wird 2019 erfolgen, es ist geplant, die CLTplus-Produktion 2020 in Betrieb zu nehmen.

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