Feuchteschutz

Feuchteschutz für CLTPLUS?
Funktioniert.

Während Tätigkeiten wie Kochen, Duschen und Atmen im Innenraum zu Feuchtigkeitseinträgen führen, wirken im Außenbereich Faktoren wie Regen und Schnee und im Sommer die Hohe Luftffeuchtigkeit auf Aussenbauteile.

LUFTDICHT + WINDDICHT

Raumklima, Lärmbelastung, Innenluft und Energiebilanz werden von der Dampf-, Luft- und Winddichtheit der Bauteile für Wände, Decken und das Dach beeinflusst. Um eine unzulässige Durchströmung zu verhindern, ist die Rauminnenseite als luftdichte und die Gebäudeaußenseite als winddichte Schicht auszuführen indem sämtliche Bauteilfugen mit Dicht- oder Klebebänder verschlossen werden.

EINE UNKONTROLLIERTE FEUCHTIGKEITSEINWIRKUNG KANN

  • zu Keim- und Geruchsbildung führen
  • zu einer Zunahme der Wärmeleitfähigkeit führen, was einen erhöhten Energiebedarf und in weiterer Folge erhöhte Heizkosten mit sich bringt
  • durch den Einfluss von Wasser die Hauptursache für Bauschäden sein

WAS BEDEUTET WINDDICHT?

Analog zum winddichten Obermaterial von Winterjacken, das die Wärmeabgabe nach außen verhindern soll, benötigt auch CLTPLUS eine Dämmebene mit möglichst geringem Dampfdiffusionswiderstand der Winddichtung auf der Außenseite. Die Winddichtung verhindert, dass kalte Luftströmung der Gebäudedämmung Wärme entzieht.

FAQ
Feuchteschutz

Die einzelnen Lamellen werden schmalseitig zu einer Einschichtplatte verklebt, um eine hohe Luftdichtheit zu erzeugen. Die CLTPLUS-Elemente von THEURL sind von der Holzforschung Austria auf Luftdichtheit geprüft. Diese Luftdichtheitsprüfung von CLTPLUS wurde in Anlehnung an die ÖNORM EN 12114:2000 durchgeführt. Das Ergebnis: Die Prüfung hat gezeigt, dass beide Probekörper 60 mm 3-lagig sowie 100 mm 5-lagig unter den angesetzten Randbedingungen als luftdicht angenommen werden können. Bei der Prüfung wurden die Anforderungen erfüllt und somit kann angenommen werden, dass CLTPLUS ab einer Stärke von 60 mm und mehr luftdicht ist.

Das bedeutet, dass CLT zur Regulierung des Raumklimas Feuchtigkeit aufnehmen, abgeben und in geringer Form durchlassen kann. Zum Vergleich hat eine Dampfbremse mit einem SD-Wert von 5m, wie sie bei Holzrahmenbauten notwendig ist, den ähnlichen Dampfdruckwiderstand wie eine 100mm CLT Wand.

Unkontrollierter Luft- und Feuchtetransport durch Konvektion ist die häufigste Ursache für Feuchteschäden bei Bauteilen, da die Feuchtemenge um ein Vielfaches höher als bei der Wasserdampfdiffusion ist. Die wesentliche Charakteristik von Massivholzelementen wie CLTPLUS ist die diffusionsoffene Bauweise, die eine ungehinderte Eigenbewegung von Wasserdampf durch die einzelnen Bauteile nach außen ermöglicht und für ein angenehmes Raumklima sorgt.

Die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl μ liegt für CLTPLUS laut EN ISO 10456 bei 20-50. Das heißt, selbst wenn die Dicke der als Dampfbremse wirkenden Brettsperrholzschicht infolge von Fugen oder Querzugrissen rechnerisch auf ein Drittel reduziert wird, entsteht in der Konstruktion noch immer kein Tauwasser.

Je niedriger der Luftfeuchtegehalt, desto höher der Diffusionswiderstand. Holz gilt in diesem Zusammenhang als hochwirksamer Sicherheitspuffer. Während der Heizperiode ist der Luftfeuchtewert in Innenräumen am niedrigsten, der Diffusionswiderstand am höchsten und der Wasserdampfstrom daher von innen nach außen am stärksten. Raumseitig positionierte Massivholzplatten sind also auch ohne zusätzliche Bauteilschichten effiziente und dauerhaft wirksame Dampfbremsen.

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