Wie Holz im mehrgeschossigen Wohnbau CO₂ reduziert

HOLZ ALS
KLIMASCHUTZFAKTOR

Der Gebäudesektor steht vor einer zentralen Herausforderung: Wie können wir den steigenden Bedarf an Wohnraum decken und gleichzeitig ressourcenschonender bauen?

Neben der Energieeffizienz im Betrieb eines Gebäudes rückt zunehmend auch die Herstellungsphase in den Fokus – also jene Emissionen, die durch Rohstoffgewinnung, Produktion und Errichtung entstehen.

Eine aktuelle Studie der TU Wien zeigt: Holz- und Holzhybridkonstruktionen bieten im mehrgeschossigen Wohnbau ein erhebliches Potenzial zur CO₂-Reduktion. Durch den verstärkten Einsatz von Holz können in der Herstellungsphase durchschnittlich 204 kg CO₂-Äquivalente pro Quadratmeter Bruttogeschoßfläche eingespart werden. Gegenüber vergleichbaren Stahlbetonkonstruktionen entspricht dies einer Reduktion des Treibhauspotenzials von bis zu 50 Prozent.

Warum Holz einen Unterschied macht

Der Klimavorteil von Holz entsteht vor allem durch zwei Faktoren:

  • Holz ersetzt emissionsintensive Baustoffe: Beton und Stahl sind wichtige Baustoffe, verursachen jedoch bereits in der Herstellung hohe CO₂-Emissionen. Werden tragende Bauteile wie Wände, Decken oder Dachkonstruktionen durch Holz oder Holzhybridlösungen ersetzt, lassen sich diese Emissionen deutlich reduzieren. Dabei erfüllt Holz gleichzeitig höchste Anforderungen an Tragfähigkeit, Brandschutz, Schallschutz und Dauerhaftigkeit.
  • Holz speichert Kohlenstoff: Während des Wachstums bindet ein Baum CO₂ aus der Atmosphäre und speichert den Kohlenstoff im Holz. Wird Holz langfristig in Gebäuden eingesetzt, bleibt dieser Speicher über die gesamte Nutzungsdauer erhalten. Gebäude aus Holz leisten somit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Tragstrukturen und Geschoßdecken als entscheidende Hebel

Besonders großes Potenzial zeigt sich bei Bauteilen mit hohem Materialeinsatz – vor allem bei tragenden Wänden und Geschoßdecken. Hier kann Holz seine Vorteile besonders ausspielen:

Weniger graue Emissionen:

Holzbauteile verursachen in der Herstellung deutlich geringere fossile Emissionen als vergleichbare Konstruktionen aus Beton und Stahl.

Geringeres Eigengewicht:

Die hohe Tragfähigkeit bei geringem Gewicht ermöglicht effiziente Konstruktionen, reduziert Transportaufwand und eröffnet neue Möglichkeiten in der Planung.

Hohe
Vorfertigung:

Digitale Planung, BIM-Prozesse und präzise Fertigung im Werk sorgen für kurze Montagezeiten, hohe Qualität und eine bessere Planbarkeit der Bauabläufe.

Flexibilität über den Lebenszyklus:

Moderne Holztragwerke können so geplant werden, dass Gebäude langfristig anpassbar und nutzbar bleiben.

Du möchtest die Potenziale des modernen Holzbaus für dein Projekt nutzen?

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