Das Raiqa

Quartier Innsbruck Mitte

Mit dem Gebäudekomplex DAS RAIQA am Eingang zur Innsbrucker Innenstadt hat die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG einen modernen Gebäudekomplex geschaffen, der Raum für Dienstleistungen, Kunst und Kultur, Genuss sowie ein Hotel bietet und verschiedenste Bereiche unter einem Dach vereint. Das Gebäude versteht sich als offener Treffpunkt und Gastgeber für alle Menschen. Bereits in der Planungsphase stand eine nachhaltige Architektur im Mittelpunkt. Durch den Rückbau des bestehenden Gebäudes konnten zahlreiche Bestandteile erhalten und wiederverwertbare Materialien recycelt werden. Vor diesem Hintergrund lag es nahe, ausgewählte Bereiche des Neubaus in Holz auszuführen. Der Baustoff Holz überzeugt durch seine Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus, seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und die gestalterischen sowie konstruktiven Potenziale, die er insbesondere im modernen Hochbau eröffnet.

Projektinformationen

Nutzung:
Multifunktional (Bank, Hotel, Kunstraum, Büros, Gastro, Handel)
Standort: Innsbruck Mitte
Fertigstellung:   2026
Verbautes Volumen: 1.600 m³ CLTPLUS

Projektpartner

Holzbau: Zimmerei Scherer
Bauherr: Raiffeisen-Landesbank Tirol AG
Architektur: Pichler & Traupmann
Statik, Tragwerksplanung:
RWT Plus ZT GmbH, Wien
Renderings:
Patricia Bagienski-Grandits, Wien | Chronic Pictures, Wien
Fotos: Toni Rappersberger

Ein Hotel entsteht aus unterschiedlichen Boxentypen

Das Gebäude besteht aus insgesamt neun Obergeschossen, wobei ab dem vierten und sechsten Obergeschoss der Holzbau des Hotels startet. Eine Besonderheit sind die Hotelzimmer, die in Holzmodulbauweise gebaut werden und sich als eigene formsteife Körper zeigen. Die einzelnen Masssivholzbauteile wurden werksseitig mit einem ausgeklügelten System zu geschlossenen Raummodulen durch die Zimmerei Scherer vorgefertigt und anschließend direkt auf der Baustelle nebeneinander und übereinander gestapelt.

Lösungsansatz

Die CLTPLUS Wand- und Deckenelementen wurde werkseitig mit verschiedenen Bearbeitungen wie Tieflochbohrungen, Durchbrüchen und stirnseitigen Bearbeitungen abgebunden. Das geringe Eigengewicht eines Holzbox-Zimmers von 3,70 x 7,20 m beträgt ungefähr 6 Tonnen.

Ergebnis

Dafür liefert THEURL insgesamt 1.600 m³ Wand- und Deckenelemente aus CLTPLUS. Ein wesentlicher Vorteil des Modulbaues liegt in seinem hohen Vorfertigungsgrad, welcher wiederum die Bauzeit vor Ort reduziert. Insgesamt entstehen für das Hotel 161 Holzboxen in unterschiedlichen Formen und Größen – vom Standardzimmer bis hin zur Suite.

“Baustoffe werden sichtbar
und spürbar eingesetzt.”

Im RAIQA spielt der Naturbaustoff aber nicht nur verdeckt im statischen Bereich eine wichtige Rolle. Der Nachwachsende Baustoff wird an vielen Orten sichtbar und spürbar eingesetzt und trägt damit wesentlich zur besonderen Atmosphäre im Gebäude bei.

Arch. Christoph Pichler, Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH

Ein spezielles Deckenelement

Eine besondere Herausforderung im Holzbau ist die Auskragung von über vier Metern im nordöstlichen Teil des Gebäudes.

Hierbei wird in einem modernen Verfahren eine Brettsperrholzplattendicke von bis zu 52 Zentimetern erreicht. Um die standardisierte maximale Höhe von 40 Zentimetern überschreiten zu können, kommt eine Blockverklebung mit erhöhter Qualitätskontrolle zum Einsatz. Durch die spezielle Anordnung der Plattenstöße wird die notwendige Quersteifigkeit gewährleistet. Diese innovativen Entwicklungen und Erfahrungen ermöglichen es, den Baustoff CLTPLUS auch über die bisher bekannten Grenzen hinaus im Hochbau zu nutzen.

Gemeinsam
Großes
erreichen