Das Raiqa

Quartier Innsbruck Mitte

Die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG baut ein Quartier am Eingang zur Innenstadt Innsbruck. Der moderne Gebäudekomplex DAS RAIQA schafft zukünftig Raum für Dienstleistungen, für Kunst und Kultur, Genuss, für ein Hotel und vereint verschiedenste Bereiche unter einem Dach. Es soll als Gastgeber fungieren und für alle Menschen offenstehen. DAS RAIQA ist vielschichtig und einzigartig und als zentraler Gedanke der Bauherren stand bereits in der Ausschreibung eine nachhaltige Architektur. Indem das alte Gebäude abgetragen wurde, konnten einzelne Bestandteile erhalten bleiben und wiederverwertbare Materialen wurden recycelt. Was liegt also näher einzelne Bereiche des Gebäudes in Holz zu denken? Der Baustoff Holz begeistert durch seine Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus, kann vielseitig eingesetzt werden und schafft Möglichkeiten im Hochbau für die Architektur.

Projektinformationen

Nutzung:
Multifunktional (Bank, Hotel, Kunstraum, Büros, Gastro, Handel)
Standort: Innsbruck Mitte
Fertigstellung: Ende 2025
Verbautes Volumen: 1.600 m³ CLTPLUS

Projektpartner

Holzbau: Zimmerei Scherer
Bauherr: Raiffeisen-Landesbank Tirol AG
Architektur: Pichler & Traupmann
Statik, Tragwerksplanung:
RWT Plus ZT GmbH, Wien
Renderings:
Patricia Bagienski-Grandits, Wien | Chronic Pictures, Wien

Ein Hotel entsteht aus unterschiedlichen Boxentypen

Das Gebäude besteht aus insgesamt neun Obergeschossen, wobei ab dem vierten und sechsten Obergeschoss der Holzbau des Hotels startet. Eine Besonderheit sind die Hotelzimmer, die in Holzmodulbauweise gebaut werden und sich als eigene formsteife Körper zeigen. Die einzelnen Masssivholzbauteile werden nämlich werksseitig mit einem ausgeklügelten System zu geschlossenen Raummodulen durch die Zimmerei Scherer vorgefertigt und anschließend direkt auf der Baustelle nebeneinander und übereinander gestapelt.

Lösungsansatz

Die CLTPLUS Wand- und Deckenelementen wurde werkseitig mit verschiedenen Bearbeitungen wie Tieflochbohrungen, Durchbrüchen und stirnseitigen Bearbeitungen abgebunden. Das geringe Eigengewicht eines Holzbox-Zimmers von 3,70 x 7,20 m beträgt ungefähr 6 Tonnen.

Ergebnis

Dafür liefert THEURL insgesamt 1.600 m³ Wand- und Deckenelemente aus CLTPLUS. Ein wesentlicher Vorteil des Modulbaues liegt in seinem hohen Vorfertigungsgrad, welcher wiederum die Bauzeit vor Ort reduziert. Insgesamt entstehen für das Hotel 161 Holzboxen in unterschiedlichen Formen und Größen – vom Standardzimmer bis hin zur Suite.

“Baustoffe werden sichtbar
und spürbar eingesetzt.”

Im RAIQA spielt der Naturbaustoff aber nicht nur verdeckt im statischen Bereich eine wichtige Rolle. Der Nachwachsende Baustoff wird an vielen Orten sichtbar und spürbar eingesetzt und trägt damit wesentlich zur besonderen Atmosphäre im Gebäude bei.

Arch. Christoph Pichler, Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH

Ein spezielles Deckenelement

Eine besondere Herausforderung im Holzbau ist die Auskragung von über vier Metern im nordöstlichen Teil des Gebäudes.

Hierbei wird in einem modernen Verfahren eine Brettsperrholzplattendicke von bis zu 52 Zentimetern erreicht. Um die standardisierte maximale Höhe von 40 Zentimetern zu überschreiten, kommt eine Blockverklebung mit erhöhter Qualitätskontrolle zum Einsatz. Durch die spezielle Anordnung der Plattenstöße wird die notwendige Quersteifigkeit gewährleistet. Diese innovativen Entwicklungen und Erfahrungen ermöglichen es, den Baustoff CLTPLUS auch über die bisher bekannten Grenzen hinaus im Hochbau zu nutzen.

Gemeinsam
Großes
erreichen