Europahütte
Schutzhütte,
Staatsgrenze zwischen
Italien und Österreich
Auf 2697 m Seehöhe am Tuxer Hauptkamm in den westlichen Zillertaler Alpen an der Staatsgrenze zwischen Italien und Österreich liegt die Schutzhütte Europahütte. Aufgrund von strukturellen Schäden musste das Gebäude teilweise abgerissen und wieder neu aufgebaut werden. Für den Bau im hochalpinen Gelände ist es wichtig, auf Beständigkeit und den Einfluss von und auf die Natur zu achten, weshalb eine nachhaltige Bauweise angestrebt wurde – ideale Voraussetzungen für den Bau mit CLTPLUS und BSH-Elementen von THEURL.
Projektpartner
Bauherr: Deutscher Alpenverein (DAV) Sektion Landshut E.V.
Holzbau: UNIONBAU AG // SAND IN TAUFERS
Architektur: MoDusArchitects
Bilder: © UNIONBAU AG // SAND IN TAUFERS
Eine Schutzhütte mit bewegter Geschichte
Die Europahütte wurde bereits im Jahr im Sommer 1887 von der Sektion Landshut des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuÖAV) erbaut und im August 1899 eingeweiht. Die damalige Hütte wurde aus Steinen und einem Satteldach aus Holz errichtet und umfasste zwei Stockwerke und einen Keller. Allerdings wurde bald eine Erweiterung aufgrund von Platzmangel beschlossen. Ein weiterer Ausbau fand in den Jahren 1902-1903 statt, bei dem die Anzahl der Gästezimmer im ersten Stock erhöht wurde. Im Erdgeschoss entstanden eine neue Küche mit Speisekammer und Esszimmer sowie eine Veranda mit Panoramablick. Auch das Untergeschoss wurde mit Personal- und Lagerräumen erweitert.
Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye im Jahr 1919 wurde die österreichisch-italienische Grenze neu gezogen und fiel damit mitten durch die Hütte. Dadurch verblieb nur mehr der östliche Teil auf österreichischem Staatsgebiet, welcher im Jahr 1925 erweitert wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Schutzhütte zunächst bis 1953 geschlossen und wurde dem Verfall überlassen. Erst ab diesem Zeitpunkt wurden wieder Renovierungsarbeiten auf der österreichischen Seite aufgenommen. Die italienische Seite blieb allerdings geschlossen und wurde erst mit 1979 von der Sektion Sterzing des italienischen Alpenvereins wieder übernommen. Zu Beginn der 1980er Jahren entstand die Idee einer grenzüberschreitenden „Europahütte“. Im Jahr 1987 wurde die gemeinsame Bewirtschaftung durch den CAI und den DAV vertraglich geregelt und am 9. und 10. September 1988 wurde der Bauabschluss gefeiert. Seitdem wehen auf der Landshuter Europahütte drei Flaggen: die Tiroler, die Italienische und die Europäische.
Gemeinsam
Großes
erreichen