Mehrfamilienhäuser in Zollikerberg

Wohnbau, Schweiz

Im Rahmen der Umsetzung der beiden Mehrfamilienhäuser konnte THEURL erstmals die innovative TS3-Technologie anwenden. Das Verfahren ermöglicht ganz im Sinne des Holzbaus der Zukunft großzügige Stützenraster und flexible Geschossdecken.

Projektinformationen

Nutzung: Wohnbau Mehrfamilienhäuser
Standort: Zürichseeufer in Zollikerberg
Fertigstellung: 2021
Verbautes Volumen:
461 m³ CLTPLUS Deckenelemente

Projektpartner

Holzbau: Holzbau Höck, Kundl
Architektur: merkli degen architekten eth
CLTPLUS-Weiterverarbeitung: Balteschwiler AG
Technologie: Timber Structures 3.0 AG

THEURL realisiert Projekt mit der TS3-Technologie

Um heute und in Zukunft ökologisch wie ökonomisch nachhaltig bauen zu können, müssen Architekten und Planer neben der Konstruktion vor allem ein besonderes Augenmerk auf die Wahl der Baumaterialien legen und diese gezielt dort einsetzen, wo es den meisten Sinn macht. Dabei greifen immer mehr Experten zu Holz: Kurze bis keine Trocknungszeiten, kleinere Fundamente und die Behaglichkeit der Räume sind nur einige der Vorzüge, die der natürlich nachwachsende Rohstoff bietet. Dank der TS3-Technologie eröffnen sich nun nochmals neue Möglichkeiten.

Wegweisender Holzbau

Für die gewünschten unterzugsfreien Skelettbaustrukturen aus Holz mit schlanken, punktgestützten Platten der beiden Mehrfamilienhäuser in Zollikerberg setzte THEURL die TS3-Verbindung mittels Fugenverguss erstmals werkseitig um. Als Lizenzpartner wurde das TEAMTHEURL durch die Timber Structures 3.0 AG im Vorfeld eingehend in der Herstellung von TS3-Fugen geschult und eröffnet seinen Kunden damit ästhetisch wie konstruktiv nochmals völlig neue Möglichkeiten im Holzbau.

“TS3 verändert die Bauwelt.”

Warum setzen sie auf die TS3-Technologie?

Mithilfe der Timber Structures 3.0-Technologie, kurz TS3, lassen sich jetzt auch Sichtdecken mit enormen Spannweiten und ohne Einsatz von Unterzügen realisieren.TS3 verbindet Brettsperrholz über deren Stirnseite biegesteif zu endlos großen, in 2 Richtungen tragende Deckenplatten. Somit können Gebäude in Beton geplant, jedoch in Holz gebaut werden. Dies macht TS3 zu einer Technologie, welche das Potential hat, die Bauwelt nachhaltig zu verändern.

Daniel Küng, Leiter Holzbearbeitungszentrum, Balteschwiler AG

Lösungsansatz

Im Falle des Kick-off-Projekts in der Schweiz wurden insgesamt rund 461 m³ CLTPLUS geliefert – 255 m³ davon mit TS3-Fuge abgebunden direkt und zeitgenau auf die Baustelle, der Rest ohne Abbund als Rohplatte zur Weiterverarbeitung an den Partner Balteschwiler AG in Laufenburg. So wurden allein für dieses Projekt ganze 520 Meter TS3-Fugen hergestellt.

Ergebnis

Ein weiterer Pluspunkt: Aufgrund der niedrigen Wärmeleitfähigkeit von Holz waren keine aufwändigen Kragplattenanschlüsse für die von der Wohnung zur Loggia durchlaufenden CLT-Decken nötig – auch Wärmebrücken spielen somit bei dieser Technologie in Zukunft nur noch eine untergeordnete Rolle.

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